Langsam hat sich der Themenabend am ersten Chaostreff im Quartal als fester Bestandteil in unserem Kalender etabliert. In der dritten Iteration ging es heute um die Smarthomeplattform Home Assistant. Markus hat den Abend mit einem tiefgehenden Einblick in seine persönliche Instanz gefüllt.
Los ging es mit einem Überblick über die Dashboards, die Markus einsetzt. Das sind Unterseiten die ausgewählte Inhalte anschaulich darstellen. Viele sind direkt in Home Assistant eingebaut und erfordern nur wenig Anpassung, um auf einen Blick erkennen zu können, was sich im eigenen Heim gerade tut. Besonders beeindruckend war das Energie-Dashboard und so haben wir uns einige Zeit mit den zugehörigen Details beschäftigt. Welche Möglichkeiten es zum Beispiel gibt, Strom-, Wasser- und Gaszähler auszulesen und in Home Assistant sichtbar zu machen.
Weiter ging es mit Automationen, die wie auch die Dashboards über die Weboberfläche angelegt und verwaltet werden können. Die Zeiten in denen längliche YAML Dateien bearbeitet werden mussten, um ein halbwegs funktionierendes Smarthome zu bekommen sind eindeutig vorbei. Wobei die Option zum YAML hacken natürlich immer noch vorhanden ist, es ist nur nicht mehr notwendig.
Eine der Automationen die uns Markus zeigte, zielte auf die Anzeige eines Dashboards ab. Um Temperatur, Termine und andere Informationen unkompliziert sichtbar zu haben, hängt im Hausflur ein altes Android-Tablet mit Home Assistant App. Die meiste Zeit ist der Flur leer und das Tablet soll nicht unnötig Strom verschwenden, also ist das Display aus. Sobald der Bewegungsmelder im Flur auslöst, wird eine Automation ausgelöst, die über die Home Assistant App das Display einschaltet. Und wenn der Hausflur verlassen wird, der Bewegungsmelder also keine Bewegungen mehr registriert, wird das Display über die Timeout-Funktion wieder ausgeschaltet.
Gegen Ende gab es dann noch Diskussionen zu verschiedenen Protokollen und deren Implementierungen sowie ein paar Best Practices auf die man beim Aufbau seines Smarthomes achten sollte.
- wenn man gewillt ist ein wenig zu basteln, kann man mit Hardware von AliExpress viel Geld sparen
- ESPHome macht die Arbeit mit Mikrocontrollern und Sensoren einfach
- ZigBee ist nicht ZigBee: mit Version 3.0 gibt es viele Neuerungen und eine Mischung unterschiedlicher ZigBee-Versionen funktioniert nicht immer gut
- Matter ist zwar die Zukunft, aber reine Zigbee-Geräte sind oft günstiger
- Frigate nimmt Videostreams von Kameras auf und erkennt Objekte und Bewegungen. Außerdem können Zonen für Erkennung oder Ausschluss definiert werden. So löst das Eichhörnchen im Baum nach entsprechender Konfiguration keine Benachrichtigung mehr aus, oder eben explizit doch.
- Music Assistant ist eine App für Home Assistant, die alle Audioquellen (Spotify, Audible, Navidrome, Audiobookshelf, …) mit allen halbwegs smarten Lautsprechern (AirPlay, Sonos, DLNA, …) verbindet und Multiroomsetups einfach konfigurierbar macht
Nächster Themenabend: Balkonkraftwerke
Jan wird uns am 14. Juli über die kleinen und großen Probleme mit Solarbalkonkraftwerken berichten, wenn man als Mieter an eine unwillige Hausverwaltung gerät. Und mit etwas Glück läuft seine Anlage bis dahin und wir können auch Erfahrungen aus der Praxis austauschen.
Wenn ihr Ideen für unsere nächsten Themenabende habt, meldet euch gerne in unserem Matrix-Channel.




